Richtig Abnehmen
Viele von uns wollen irgendwann einmal im Leben abnehmen. Aber das ist nicht so schnell getan, wie es gesagt ist. Die guten Absichten sind vorhanden, allein es fehlt an der Umsetzung. 80 Prozent scheitern bei ihrem Vorhaben. Durchhaltewillen ist die Hauptmaxime für Männer und Frauen, der oder dieeine Gewichtsabnahme wollen. Schätzungsweise ein Drittel der Europäerinnen und Europäer ist mindestens leicht über dem Idealgewicht. Darum ist es auch leicht, mit solchen Menschen ein bisschen Geld zu verdienen. Da existieren Kurse, Mittelchen, die Liste ist unendlich lang. Und da geht auch leicht vergessen: Wer nach einer gelungenen Diät seinen Teller wieder so füllt wie früher, der nimmt gleich wieder zu. Man spricht auch vom berühmten Jojo-Effekt. Dabei ist es – zumindest in der Theorie – doch so einfach. Gesunde Ernährung und viel Bewegung verhelfen zum gewünschten Erfolg. Mehr Sport zu treiben ist vor allem eine Frage des Durchhaltewillens. Bei der Ernährung hingegen muss man sich die Frage stellen. Warum isst man? Weil man Hunger hat oder weil man etwa frustriert ist. Und wozu greift man dann? Zum Schokoriegel oder zum Apfel? Genaues Buchführen über die Essgewohnheiten hilft, sofern man nicht schummelt. Denn Hauptmahlzeiten zählen genau so, wie jeder Keks, den man schnell zwischendurch verspeist. Verschiedene Systeme wie eBalance oder Weightwatchers bringen es ans Tageslicht, wie viel man wirklich isst. Aber auch nur dann, wenn man sich selbst gegenüber ehrlich ist. Das gleiche gilt beim Sport. die Treppen hoch zu steigen, statt die Rolltreppe zu nehmen, das ist das eine. Aber es ist ein Tropfen auf den heissen Stein. Wenn der Körper wirklich fett verbrennen soll, ist Laufen noch immer die effektivste Art der Bewegung. Dabei werden die meisten Kalorien verbrannt (vor Radfahren und Schwimmen). Doch auch körperliche Betätigung reicht nicht, wenn es nicht richtig gemacht wird. Grundsätzlich gilt: Erst nach einer gewissen Zeitspanne stellt der Körper von der Verbrennung von Kohlehydraten auf die Verbrennung von Fett um. Dieser Moment ist individuell verschieden und hängt vom sogenannten Laktatwert ab. Das kann zwar durch Tests ermittelt werden, doch einfacher ist die Faustregel, dass der Körper nach 30 Minuten Sport auf Fettverbrennung umstellt. Wichtig ist dabei, dass man dem Körper nicht zu viel zumutet. Beim Lauftraining sollte also ein Lauftempo gewählt werden, bei dem man noch sprechen kann. Wenn man Seitenstechen bekommt, ist es Zeit, die Sache etwas langsamer angehen zu lassen. Genauso wichtig wie das richtige Tempo beim Joggen ist die Anzahl Trainings-Einheiten in der Woche. Allfällige Muskel- oder Gelenkschmerzen gerade am Anfang der Trainings muss man erst verarbeiten. Zwei Lauftrainings sind daher pro Woche ideal. Vier pro Woche gelten als maximale Frequenz.
Beide Eckpfeiler, die Umstellung der Ernährung und auch vermehrte Bewegung sind langfristige Projekte. Sie brauchen einen starken Willen, denn der Mensch neigt dazu, den schnellen Erfolg zu suchen. Das ist auch der Grund, warum wir so anfällig auf die Versprechen der Werbung sind. Wer hier standhaft bleibt kann und kurz in sich geht, der der ist seinem Ziel bereits näher gekommen. So gut geht die Gewichtsreduktion!